Was brauchen wir?

Über unsere Beziehungswelt.

Beziehungsangewiesenheit

Damit wir unser vorhandenes Potential voll und konstruktiv entfalten können, brauchen wir wertschätzende, empathische und echte Beziehungen.

Dieses Bedürfnis nach positiv gestalteten Beziehungen beginnt mit unserer Geburt und begleitet uns durch unser gesamtes Leben. Eine besondere Bedeutung hat  dieses menschliche Grundbedürfnis in unserer Kindheit. Werden wir als Kinder und Jugendliche mit unserem Bedürfnis nach positiver Beachtung wahrgenommen und dieses auch angemessen befriedigt, können wir uns zu selbst wertschätzenden, kongruenten und gesunden Menschen entwickeln.

Die Intensität der Beziehungen und Bindungen ändert sich allerdings im Laufe des Lebens. Zu Beginn unseres Lebens ist sie am Höchsten, während der Pubertät am Geringsten, steigt aber mit zunehmendem Alter wieder an. Die Bindungspersonen wechseln nach der Ablösung von den Eltern zu Partnern und Freunden und im Alter eventuell wieder zu Betreuungspersonen.

Wesentlich für unser Wohlbefinden und für unser positives Selbstbild sind somit Beziehungen zu Menschen, die uns wertschätzen, versuchen zu verstehen und möglichst kongruent sind. Zu Beginn sind dies unsere ersten Bezugs- und Bindungspersonen, also meist Eltern und kurz darauf schon Pädagoginnen und Pädagogen.

Kreislauf der Beziehungsangewiesenheit: Damit wir gut und echt in Beziehung mit anderen treten können, benötigen wir selbst die Erfahrung von solchen positiven Begegnungen. Erwachsene mit Kindern, die zu Erwachsenen werden und wieder Beziehungen zu Kindern eingehen.

 

Manchmal kommt es anders.

Aus den unterschiedlichsten Gründen erhalten wir in unserem Leben oft nicht die für uns so wichtigen echten Zuwendungen. Dies kann dann dazu führen, dass unser Potential, unsere Begeisterungsfähigkeit und Beziehungsfähigkeit unter Schichten verborgen bleiben und sogar ein Leidensdruck entsteht.

In diesem Fall kann Psychotherapie helfen, das eigene Potential zu erkennen, das Selbstvertrauen und die Lebensfreude zu steigern sowie zufriedenstellende Beziehungen zu anderen Menschen eingehen zu können.